Sabine Burger ist seit 2008 vfg Mitglied. Das aktive Musizieren war früher der Mittelpunkt in ihrem Leben. Im Jahr 2008 schloss Sabine das Portfolio für Fotografie an der Schule für Gestaltung Bern ab, allerdings führte ihr Weg zurück zur Musik und dem Theater. Dieses Mal jedoch nicht ein Instrument spielend, sondern fotografierend. Seit dem arbeitet Sabine hauptsächlich als Konzert- und Theaterfotografin, worin der Tanz jedoch emotional einen Ehrenplatz einnimmt.

Sabine Burger fotografiert auch das diesjährige «Festival Tanz» in Bern. Es freut uns, einige Bilder zeigen zu dürfen.

«Das Zusammenspiel von Tanz und Fotografie fasziniert mich. Gerade deshalb, weil sie so unterschiedlich sind und sich in ihren Möglichkeiten ergänzen. Der Tanz, der von der Bewegung lebt, aber an Raum und Zeit gebunden ist, daneben die starre Fotografie, die sich jedoch zeitlich und räumlich bewegen kann. Der zeitgenössische Tanz, der sich losgelöst hat von perfekten, technischen Ausführungen der Figuren, ist für mich Ausdruck von inneren Bildern, Emotionen und Auseinandersetzungen. Ähnlich verstehe ich das Fotografieren von Tanz. Ich beabsichtige nicht das Bühnengeschehen möglichst objektiv darzustellen, sondern versuche Bilder zu finden für das, was mich in diesem Tanz oder durch die Tanzenden berührt. Innere Bilder leben für mich eher selten von klaren Konturen, sondern auch von Verschwommenem, Bewegtem, Überblendetem, Ungewissem. Dementsprechend muss für mich auch die Fotografie nicht die gewohnte Klarheit und Perfektion haben. Der Tanz, der am Festival „Tanz in Bern“ in der Dampfzentrale gezeigt wird, passt sehr gut mit dieser Auffassung zusammen. Ein Hauptanliegen des Festivals ist es, den Tanz und den Menschen in seiner Verletzlichkeit und Menschlichkeit zu zeigen.»